Reiseberichte » Mexiko 2010
Donnerstag, 23. Februar 2012 - 07:08 Uhr

Waren von 10.08.2010 bis 31.08.2010 also für 3 Wochen in Mexiko (Yucatan).

Dieser Urlaub sah so aus, dass wir die erste Woche mit dem Mietwagen Yucatan erkundeten und anschließend 2 Wochen im Hotel Iberostar Tucan in Playa del Carmen waren.

Der Flug führte uns von Linz nach Frankfurt und von dort nach Cancun.
In Cancun angekommen haben wir gleich unseren Mietwagen, den wir für 1 Woche vom Reisebüro aus gebucht hatten, in Empfang genommen.

Die erste Fahrt führt uns direkt in unsere Unterkunft für die ersten beiden Nächte (Holiday Inn Express Cancun Zona Hotelera).

Isla Mujeres:
Sind mit der Fähre am Morgen von Cancun auf die Isla Mujeres gefahren. Dort angekommen haben wir uns einen Roller für den ganzen Tag gemietet und sind die gesamte Insel abgefahren (mit ein paar Schwimm- und Besichtigungspausen schnell erledigt). Anschließend waren wir im All-Inklusive Nationalpark „El Garrafon“. Dieser hat uns sehr gut gefallen. Neben dem Schnorcheln war auch Zip-Line möglich.

Chichen Itza:
Die bekannste und größte Maya Stätte. Da man hier nur ca. 2 Stunden von Cancun zu fahren hat (Quer durch den Jungel - vorher Tanken nicht vergessen), waren dementsprechend viele Busse dort. Menschenmassen soweit das Auge reicht, wodurch hier etwas das Mystische verloren geht. Nichtsdestotrotz sehr beeindrucken und absolut sehenswert.
Leider ist das Betreten der Bauwerke verboten, um hier noch einen besseren Blick über das riesen Areal zu bekommen, und das Ganze noch besser Inspizieren zu können.

Izamal:
Weiter sind wir nach Izamal gefahren. Diese Stadt wird auch die gelbe Stadt genannt. Wenn man in die Stadt rein kommt weis man auch wieso: alle Häuser sind Gelb.
Das es hier sehr stark geregnet hat, haben wir nur kurz das Kloster besichtigt und sind dann weiter nach Merida gefahren.

Merida:
In Merida angekommen haben wir uns zunächst ein Hotel (Gran Hotel) gesucht. Dieses befand sich mitten in der Stadt wo alle Sehenswürdigkeiten in wenigen Minuten erreichbar waren. Parkplatz ist ca. 5 Minuten zu Fuss entfernt vom Hotel.
Aufgrund der unzähligen Einbahnung ist das Fahren in Merida sehr mühsam, um hier am richtigen Ort anzukommen.
Merida selbst hat jetzt aber nicht wirklich sehr viel zu bieten als einen sehr belebten Hauptplatz und ein paar Kirchen, Museen, usw.

Uxmal:
Mitten im Dschungel befindet sich die Maya Stätte Uxmal. Hier hat man das Flair was man in Chichen Itza vermisst hatte. Aufgrund der Entferung sehr wenige Menschen und absolut beeindruckende Bauwerke.
Hier ist es auch gestattet die Stätten zu betreten und auch die unzähligen Stiegen zu bewältigen um dann einen traumhaften Ausblick über die Anlage und den Dschungel zu bekommen.
Einziges Manko sind die unendlich vielen Mücken und die drückende Hitze.

Campeche:
Die Fahrt führte uns weiter nach Campeche. Campeche ist am Golf von Mexiko gelegen, und ist absolutes Kontrastprogramm wenn man schon die Strände und das Meer auf der Karibikseite gesehen hat.
Gewohnt haben wir im Hotel Ocean View. Absolut schönes und sehr komfortables Hotel – kostet auch dementsprechend.
Campeche ist wenig Touristisch, eine gewöhnliche Mexikanische Stadt, mit einigen Museen, usw.

Tulum:
Für die Fahrt nach Tulum musste wir die gesamte Strecke leider wieder zurück, jedoch wurde wir in Tulum von einem einmaligen Strand und Hotel belohnt. Unser Hotel (Playa Azul) befand sich im Naturschutzgebiet (Sian Kaan) und bestand aus ca. 15 kleinen Hütten am Strand. Das Meer war ca. 20 Meter von unserer Hütte entfernt. Hier lädt alles zum Faulenzen und baden ein.
Essen, Trinken usw. sind einfach Lecker und Top. Der Strand ist kilometerlang und Menschenleer.
Einzig die unzähligen Mosquitos waren in Massen vertreten.

Am 2ten Tag waren wir in Tulum bei den Ausgrabungsstätten. Diese sind für den Strand und den Ausblick bekannt, da diese direkt am Meer liegen. Hier waren noch mehr Menschen als in Chichen Itza und hat uns auch am wenigsten gefallen. Da wir so einen Traumstrand beim Hotel hatten sind wir schnellstmöglich wieder zurück ins Hotel um ein wenig Faul zu sein.

Xel-Ha:
Die Reise führte uns in den nächsten Wasserpark nach Xel-Ha. Das Resort besteht aus einer riesigen Bucht mit vielen Fischen, Rochen usw. die man beim Schnorcheln bewundern kann.
Es gibt auch einen kleinen Fluss in dem man sich mit Booten oder auch nur mit Schnorchel und Flossen bewaffnet hinunter bis in die Bucht treiben lassen kann.
Essen und Trinken sind hier All-Inklusive.
Auch ist Schwimmen mit Delphinen, Dugongs usw. möglich, kostet jedoch Extra.

Playa del Carmen:
Anschließend checkten wir in einem Hotel in Playa del Carmen ein (Holiday Inn Express Playacar Riviera Maya). Hotel war bis auf das Frühstück super. Hier waren die Angestellten absolut überfordert!

Cozumel:
Während unserem 2 wöchigem Aufenthalt in Playa del Carmen waren wir auch 1 Tag in Cozumel. Auf der Insel haben wir uns einen Roller gemietet und sind die Insel abgefahren.

Gestärkt und gebadet haben wir im Hotel Iberostar da wir dieses umsonst benutzen konnten.

Wichtig auf Cozumel zu beachten ist, dass hier alle Kreuzfahrtschiffe anlegen (zu unserer Zeit 3). Das heisst für Besucher alles ist extrem teuer. Da kostet eine kleine Wasserflasche auch schon mal 10 Dollar.
Wenn man was kaufen will, bis ca. 17 Uhr warten, dann legen die Kreuzfahrtschiffe wieder ab, dann kann man in Ruhe und Günstig shoppen.

Nach der 1ten Woche Rundreise wurde der Urlaub für 2 Wochen fortgesetzt im Hotel:

Iberostar Tucan:

Hotel:
Das Hotel besteht eigentlich aus 2 baugleichen Hotels: Iberostar Tucan und Iberostar Quetzal.
Jedes der beiden Hotels verfügt über eine eigene Rezeption / Restaurant / Bar usw. kann aber alles von allem genutzt werden. Lediglich Pool und Strand werden geteilt.
Von den Gästen her waren vorwiegend Amerikaner aber auch viele Europäer anwesend. Aufgrund der Größe herrscht hier ein reges Kommen und Gehen.

Sauberkeit:
In unserem Zimmer war es immer Sauber und Ordentlich. Auch in der Anlage selbst wurde ständig geputzt, Rasen gemäht oder die Pflanzen gestutzt.
Leider kamen die Mitarbeiter gar nicht nach, den ganzen Müll den die Gäste überall liegen lassen haben weg zu räumen. Aufgrund des Wetters (oftmals Regen oder Wind) lagen oft Teile der Pflanzen in der Anlage herum. Auch wegen der offenen Bauweise waren hier die ganzen Wege und Stockwerke betroffen.

Essen:
Essen war zu jeder Tages- und Nachtzeit möglich. Es war immer eine riesen Auswahl und sehr sehr lecker. Es stehen auch 5 spezial Restaurants zur Verfügung, welche jedoch ein paar Tage vorher reserviert werden müssen.

Personal:
Die Mitarbeiter an den Bars, Restaurants, etc. waren alle sehr bemüht und freundlich. Auch am Strand wurde man bedient. Und wenn mal was nicht so passte ein wenig Trinkgeld wirkt hier wunder.
Auch an der Rezeption war man sehr bemüht jedem Gast so gut wie Möglich zu helfen, jedoch wurde das etwas vom Management im Hintergrund blockiert.

Animation:
Animateure und Animation soweit das Auge reicht. Jeder Art von Sport war vertreten. Animateure aber absolut nicht aufdringlich.
Die Abendshows waren der absolute Wahnsinn und absolut Professionell aufgestellt. Hier wurden ein paar hundert Leute auf einmal unterhalten.

Pool / Strand:
Der Pool (aufgrund der größe kann man aber nicht von einem Pool sprechen) war riesig! Hier war auch ein kleiner Bereich mit Whirlpooldüsen.
Extra gab es auch eine Swimup-Bar welche wir aber nie genutzt hatten.
Am Strand stehen etliche Liegen zur Verfügung, auch mit Sonnenschirmen.

Liegen und Sonnenschirme gibt es zu genüge, egal um welche Uhrzeit man kommt. Man bekommt immer was.

War es mal etwas stürmiger und es wurde Seegras angeschwemmt wurde dies von Mitarbeitern gesäubert.
Das Meer war absolut Karibik like :)

Tauchen:
Tauchen ist Täglich bei der Basis (Dressel Divers) im Hotel möglich. Hier gibt es mehrere Arten:
guten Morgen Tauchgang
Tauchen am Nachmittag
Nachttauchgang
Cenoten
Cozumel

War 2 mal im Meer tauchen und habe 2 Tauchgänge in den Cenoten gemacht.
Problem bei den Meertauchgängen ist dass die Leute wahllos zusammen gewürfelt werden (jeglicher Ausbildungsstand und Können). Wir waren ca. 10 Taucher + 1 Tauchguide bei einem Drifttauchgang. Wobei nach ca. 5 Minuten die ersten beiden Taucher weg waren.
Nach einer halben Stunde sind nur noch der Guide und 3 Taucher übrig geblieben.

Die Tauchgänge in den Cenoten waren ein absoluter Traum. Muss man erlebt haben wenn man mit Lampe bewaffnet die Höhlen erforscht. Hier wird jedoch sehr auf Sicherheit geachtet. 3 Taucher kommen hier auf einen Tauchguide. Dieser kontrolliert vorher genau wie viel Blei jeder mitnehmen darf / soll um nichts kaputt zu machen.

Die Tauchgänge haben mir alle samt sehr gut gefallen, die Vielfalt der Fische und Korallen war ein Traum … Von Schildkröten über Barakuda-Schwärme war alles dabei.

Ein großer Nachteil war, dass nirgends Preislisten hingen, und irgendwie kostete es jedesmal was anderes :) Naja und ich empfand es als sehr teuer, trotz eigener Ausrüstung!

Management:
Das Management war absolut enttäuschend. Uns wurden am 2ten Tag aus dem geschlossenen Safe die Geldbörsen (inkl. Bargeld, Kreditkarte, Bankomatkarte, …) gestohlen.
Hier bediente sich ein Mitarbeiter des Securityteams.
Es war nicht nur unser Zimmer betroffen sondern auch noch ca. 5 – 10 andere.

Als wir das Fehlen der Geldbörsen bemerkten sind wir sofort zur Rezeption. Dort wurde uns mitgeteilt dass wir am Zimmer warten sollten, es kommt jemand zu uns. Es kamen dann 2 Mitarbeiter von der Security und eine Dame von der PR. Daraufhin wurde erst mal das ganze Zimmer durchsucht, um zu sehen ob wir nicht selbst die Geldbörsen versteckt hatten.

Nach vielem Bitten und Betteln wurde uns dann gestattet deren Internet und Telefon zu benutzen um unsere Karten in Österreich zu sperren.

Nachdem wir der PR Dame und dem Manager ca. 1 Stunde lang versucht haben zu erklären dass wir jetzt fast 2 Wochen ohne jeglichen Cent im Hotel festsitzen, hörten wir immer nur den Satz: Das Hotel ist sicher, es hat 5 Sterne und ist All-Inklusive … geniesst den Urlaub.
Schließlich bekamen wir am nächsten Tag das gestohlene Geld vom Hotel doch ersetzt.

Polizei wurde keine ins Hotel geholt, denn es könnte ja sein dass sich der Securitymitarbeiter Nachts nochmals in unser Zimmer begeben könnte und sich dafür bei uns bedanken könnte.
Mit diesem tollen Gefühl wurden wir dann aufs Zimmer geschickt.

Mit diesem Entgegenkommen des Hotels (dass wir das Geld zurück bekamen) war es auch schon mit den guten Taten wieder vorbei. Es gab niemals eine Entschuldigung des Hotels oder irgendeine Art der Wiedergutmachung. Nicht einmal Hilfe wurde uns Angeboten wenn es um Polizeithemen etc. ging.
Somit durften wir dann ca. 3 Urlaubstage verschwenden um alle nötigen Papiere von Polizei und Behörde zu sammeln.

Von einem 5 Sterne Iberostar würde man sich eigentlich etwas anderes erwarten.

Hatten nach dem Ganzen Engländer kennengelernt denen das Selbe am selben Tag passierte, diese wurden noch viel arroganter abgetan. Diese haben erst am letzten Tag ihr Geld zurück bekommen.

Endresüme:
Mexiko, die Mexikaner, die Landschaft, die Sehenswürdigkeiten, Hotels, usw. kann man nur eins sagen: ein WAHNSINN !!

Zu den Mexikanern muss man sagen, sobald man ihnen begreifbar gemacht hat dass man kein Amerikaner ist, sind sie viel freundlicher und die Dinge sind auch noch gleich mal günstiger :) Ansonsten empfanden wir sie als extremst Hilfsbereit!

Auch das Iberostar war vom Hotel her super, jedoch nach diesem Vorfall und vor allem nach dem Verhalten des Managements NICHT zu empfehlen. Sofern man ohne Zwischenfälle durch den Urlaub kommt, mag es ein Traumhotel sein, andernfalls viel Spaß beim Abenteuerurlaub :)